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das froße fressen

wednesday, nov 7th. at night. listening to a "best of"-album, title and band will rather not be mentioned. mood: wow, sick stomach and laziness. suffering from the all-day-pain

what we all long for - with dozens of tears shed

the human being is a quite simple creature. same interests in general do unite all of us. in a way, at least.

der mensch, so heisst es in einer weisen floskel, ist was er is(s)t. heute war ich also zwei mit käse und tomate überbackene maultaschen, ein haufen miesschmeckendes TK-gemüse, eine tüte erdnüsse mit käse-speckmantel überzogen und geröstet. zudem war ich zwei kleine hänchenbrustsalate, ich nehme an inclusive ananas, eine halbe 300g tafel "triolade" von milka und zu allem überfluss noch ein halber marzipanriegel. geschätzte kalorien: 17253kcal. mann mann. ich bin vielleicht vielseitig. sollte ich mich nun analysieren. nein, ich denke nicht. also tue ich es. wie verpacke ich mich selbst, am besten wiederverschließbar, für den konsumenten trotzallem aber anschaulich und zum kaufe anregend?
ich bin ein herzhafter, somit herzhabender, zäher, belastbarer, frischer und gesund/er, cooler, knackiger, pikanter (nehmt es mir nicht übel, aber an dieser stelle ist es angebracht den speck dezent zu übergehen), junger, geschmeidiger, saftiger, süßer, verführerischer, leicht herber zweiundzwanzigjähriger.
ich möchte meinen mit dieser interpretation nicht nur das beste aus der sache gemacht zu haben sondern auch noch komplett ehrlich zu sein. einspruch abgelehnt. hohes tagesgericht, ich plädiere auf freispruch with salad on the side. freigesprochen werden von den kalorien die wie wackersteine meinen magen gen erdoberfläche ziehen. das wäre wohl das beste.
aber man kennt doch diese tage, so vermute ich. keinen hunger, not at all... doch auf einmal ist er da. der stress. böser, fieser, pickeliger, schwuler, fotzenstress. der tag geht bis zu seiner mitte, manchmal noch ein wenig drüber hinaus, eigentlich reibungslos, ohne zwischenfälle von statten. und dann, als kauerte er hinter einer ecke, springt er auf dich, reißt dich nieder und springt trampolin auf deinem hirn und deinem magen. er. der miesepetrige stress. das und das, dies und jenes. alles getan wozu man sich verpflichtet fühlt und alles ist falsch. die gesellschaftliche zielscheibe ist perfekt auf die stelle zwischen den augen austariert and the finger gently touches the trigger, ready to fire off the stressful bullet. ohne dass man es sich versieht dringt das geschoss in dich und fickt dich durch. der stress ist massiv geworden. er ist nicht nur spürbar, sondern hörbar, sichtbar. der schweiß perlt von deiner stirn hinab, alles wird lauter, die geräusche vermischen sich. kleine salzige wasserpfützen bilden sich an just der stelle wo ober- und unterlid sich treffen, dein blick wird trübe, milchig. und du bist der verzweiflung nah.

jetzt liegen eine stille ecke, eine bekannte, vertraute schulter und eine tüte chips auf deinem wunschzettel näher an der poleposition als das i-phone, der neue laserdrucker und die dolce schuhe. denn die haben zeit bis weihnachten. lang ist es ja nicht mehr. doch im jetzt und hier wär all das nicht von nutzen. außer vielleicht die neue dior-brille, so kann man wenigstens nicht sehen dass du weinst.
aber wir bleiben bei den tatsachen, du hast dich übernommen, siehst dich am abgrund, weisst dass du gescheitert bist. springen, das willst du nicht. also ziehst du dich in ein kleines loch zurück und flehst darum, bitterlich weinen zu dürfen. mit der tüte chips. sie kostet 49 cent. aber in diesem moment sind diese fettigen, leicht würzigen, knusprig-gebackenen kartoffelscheiben mehr wert als das gold, dessen farbe sie tragen.
du willst alleine sein mit deinem schatz.

der mensch entsinnt sich seiner eigentlich wichtigeren wünsche, so zeigt uns diese situation, nur dann wenn er sich bewusst ist, dass wir alle aus dem gleichen holz geschnitzt sind. wenn es ihm schlecht geht. in diesen handverlesenen augenblicken ist der mensch mehr mensch als er möchte und sich eingestehen kann. wir leugnen selbst wenn es völlig offensichtlich ist, das was uns ausmacht. gefühle. alle welt starrt uns an und wir würden immer noch abstreiten am ende zu sein.
darum fordere ich, werte anwaltsstollen und richterfilets, die menschheit dazu auf zu dem zurückzukommen was uns eben alle im herzen verbindet.

zeigt gefühle, lasst menschen an euch herantreten, öffnet euch dem schönen dass andere menschen euch nahebringen können, dass andere erlebt haben und mit euch teilen wollen. im leben gibt es nahezu keinen zeitpunkt in dem man nicht verletzt werden könnte. aber gerade dann, wenn es am schönsten sein kann, dann ist die angst am größten verletzt zu werden.
ich weiss es. ich selbst würde nur allzu gern sämtliche gutgemeinten ratschläge wahrnehmen und anwenden können. aber ich bin auch nur ein mensch. bei der nächstmöglichen gelegenheit werde ich wieder meine schutzwälle aufbauen und mich verbarrikadieren. doch ich bin der festen ansicht, dass ich, zumindest für einen kurzen, jedoch entscheidenden moment dazu in der lage sein werde mich zu besinnen was ich jetzt, mitten in der nacht, um kurz vor vier in meinen laptop klopfe.
ich möchte ehrlich sein.
das wird die sekunde sein in der ich genau weiss dass ich drauf und dran bin etwas zu verpassen, etwas zu bereuen.

wir werden sehn. genaugenommen werde nur ich sehn. oder vielleicht jemand von euch?
lassen wir es auf uns zukommen. oder wie rudi carell passenderweise sagen würde, wäre er noch unter uns: "Tja, lass Dich überraschen!" und "Tja, das wäre Ihr Preis gewesen!"
danke, rudi.

 


7.11.07 10:32
 


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